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Im Namen des Unternehmens

Meine freiberufliche journalistische Tätigkeit bot mir einige Zeit eine geschätzte Nebentätigkeit. Inzwischen habe ich mich jedoch auf meinen Hauptberuf im Marketing besonnen, in dem ich viele Jahre mit Begeisterung als Marketing-Manager für mehrerer Firmen tätig war und nun nach neuen Herausforderungen suche. Die Marke bildet den Namen des Unternehmens seine Identität. Sie zu formen, ist, wie den Charakter eines Menschen zu definieren. Die Kunst des Marketing besteht unter anderem darin, die richtigen Charakterzüge auszuwählen.

Effizienz schlägt Effektivität

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es sehr aufwändig und entsprechend teuer, eine Vielzahl von Kunden anzusprechen. Mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft haben sich die Möglichkeiten jedoch enorm erweitert und die Kosten pro Werbekontakt auf einen Bruchteil reduziert. Die Menge der Werbung, die Tag für Tag auf die Konsumenten einwirken will, ist seither geradezu explodiert. Werbung ist heutzutage allgegenwärtig. Etliche Dienste, die in ihrem Wesen gar nicht mit Werbung in Verbindung stehen, schaffen es sogar, sich ausschließlich durch Anzeigenschaltung zu finanzieren. Doch die Gesellschaft ändert sich. Die Menschen lernen, Werbung schnell als solche zu identifizieren und auszublenden. Die sogenannte „Bannerblindheit“ zwingt Unternehmen, alte Gewohnheiten zu überdenken. Statt möglichst viele Konsumenten mit immer aufdringlicherer Werbung zu nerven, wird es wichtiger, die richtigen Menschen mit geeigneten Mehrwerten anzulocken, um sich ihr Vertrauen zu erarbeiten und sie schließlich in Kunden zu verwandeln. Aufdringliches Outbound-Marketing wird zunehmend durch cleveres Inbound-Marketing ersetzt. Mit kostenfreien Fachartikeln können sich Unternehmen beispielsweise als Experten in ihrer Branche profilieren und sich das Vertrauen ratsuchender Konsumenten erarbeiten. Quasi nebenbei lassen sich die Vorteile der eigenen Produkte erläutern, Kunden überzeugen und dauerhaft binden. Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist es unablässlich, diesen Wandel zu verstehen und mit entsprechenden Strategien zu verfolgen.

Dialog statt Monolog

Die Digitalisierung bringt außerdem ganz neue Möglichkeiten mit sich. Statt schlicht auf Kunden einzureden, können Unternehmen heute leichter als je zuvor mit ihnen in Verbindung treten. Dabei erhalten sie kostenlos wertvolles Feedback, welches ihnen helfen kann, Wünsche und Probleme der Kunden zu ergründen und ihre Produkte und Dienstleistungen entsprechend zu verbessern.